Wasserwacht Paulsdorf besucht zum 15. Mal DLRG Aßlar
(jhu) Vom 30. September bis zum 3. Oktober 2005 stattete die Wasserwacht Paulsdorf der DLRG Aßlar ihren jährlichen Besuch ab – und dies nun schon im 15. Jahr in Folge.
Obwohl es nach all den Jahren nicht einfacher wird, sich immer wieder neue, attraktive Aktivitäten für die Gäste auszudenken, gelang es der DLRG Aßlar doch wieder, die Freunde aus Paulsdorf mit einem abwechslungsreichen Programm zu überraschen.
Samstag
Am Samstag stand zunächst die Besichtigung der Birkenhof-Brennerei in Nistertal (Westerwald) auf dem Plan. Während der Führung erfuhren die Teilnehmer allerlei Wissenswertes rund um die Brennerei, z.B. was genau einen Brand von einem Geist unterscheidet. Eine umfangreiche Verkostung großer Teile des Sortiments im Anschluß rundete die äußerst interessante Führung angemessen ab.

Die Chefin erklärt, wie's funktioniert …

Der Leiter der DLRG-OG Aßlar nimmt die Qualitätskontrolle persönlich vor!

Bei der anschließenden Verkostung gibt es das „volle Programm“ …
Am frühen Nachmittag ging es weiter zum Aussichtsturm auf dem Gräbersberg bei Alpenrod. Da das trübe und regnerische Wetter die sonst sicherlich großartige Aussicht verhinderte, kehrte die Gruppe, statt den Turm zu besteigen, lieber in die gemütliche »Alpenroder Hütte« am Fuße des Turms ein, wo es zünftige Speisen und Getränke gab und ein Kamin für wohlige Wärme sorgte.
Nachdem auch die letzten aufgegessen und ausgetrunken hatten, ging die Fahrt weiter zur Hachenburger Brauerei. Nach einer sehr informativen Führung, in der das Handwerk des Bierbrauens vom Hopfenanbau über den Gährprozeß bis zur hin Abfüllanlage detailliert erläutert wurde, gab es im Anschluß in der Schankstube der Brauerei einen deftigen Eintopf mit gleichzeitiger Verkostung der lokalen Brauerzeugnisse, von denen ja schon die ganze Zeit so viel gesprochen worden war.

Aufmerksam lauscht die Gruppe den Erklärungen der Führerin.

Ein kleiner Einblick in die Produktpalette der Hachenburger Brauerei

Und nach einem kurzen Abstecher in den Hopfengarten …

… geht es auch gleich in den „Zwickelkeller“, wo das Bier aus dicken Rohren fließt.

Noch schnell ein Blick auf die eindrucksvolle Abfüllanlage …

und die Lagerräume, …

… bevor dann das wohlverdiente Essen inklusive einer kleinen Verkostung erfolgt.
Um zu verhindern, daß das leibliche Wohl der Aßarer DLRG und ihrer Gäste zu kurz kommt, fand der Ausklang des Tages in der Gasthausbrauerei »Alt Giessen« statt, wo man sich bei reichlich Speis und Trank gern an so manches gemeinsames Erlebnis aus alten (und auch jüngeren) Zeiten erinnerte.



Prost, Jungs!

Na dann: „Mahlzeit!“
Sonntag
Noch gezeichnet von den Strapazen des Vortages ließ man es am nächsten Tag etwas ruhiger angehen: Kultur war angesagt, denn auf dem Programm stand der Besuch des Freilichtmuseums »Hessenpark« in Neu-Anspach (Taunus). Dort fand gerade der „Ernte- und Apfeltag“ statt, und es wurde so einiges geboten. Eine der Hauptattraktionen war ein alter Mähdrescher, der über einen langen Transmissionsriehmen von einer fahrbaren Dampfmaschine angetrieben wurde und noch voll funktionstüchtig war.

Tabakanbau in Deutschland

Blick in eine alte Radmacher-Werkstatt

Ein historischer Mähdrescher, angetrieben von einem Dampftraktor

Ob den Freunden aus Sachsen das hessische Nationalgetränk wohl schmeckt?

Nostalgie macht sich breit beim Anblick der Getreidesäcke auf dem hölzernen Anhänger …

… und der alten, aber zuverlässigen Dampftechnik.
Nach der Rückkehr nach Wetzlar forderten die Aßlarer die Paulsdorfer zu einem Kegelturnier heraus; hierbei handelte es sich um eine Art Revange, sahen die Aßlarer doch im Mai 2005 beim „Hinspiel“ auf der Bowlingbahn in Paulsdorf nicht ganz so gut aus.
Natürlich forderte soviel körperliche Anstrengung sofortigen Nachschub an Speisen und Getränken, und so kam der gemeinsame Grillabend in der Geschäftsstelle des DLRG-Kreisverbandes Lahn-Dill, wo die Gäste auch untergebracht waren, gerade recht. Nach dem Essen saß man noch in alter Tradition bis tief in die Nacht in gemütlicher Runde zusammen. Einige waren von der am Nachmittag live erlebten Dampftechnik immer noch so beeindruckt, daß sie es sich nicht nehmen ließen, mit Hilfe einer Wasserpfeife (garantiert clean!) ebenfalls kleine Rauchwölkchen in die Luft zu pusten:

Frank, die lebende Dampfmaschine …
Montag
Am letzten Tag hieß es dann nach dem Frühstück für Gastgeber und Gäste, Abschied zu nehmen; schließlich hatten die Paulsdorfer noch eine lange Heimreise nach Sachsen vor sich.